1965: Während eines Urlaubes bei einem Freund aus Capoliveri und nach einem Bad im klaren Meereswasser von Morcone entsteht der Gedanke...
dieser Traum wird wahr und es heißt Villa Europa.
Hier sind einige Aufnahmen von Villa Europa Ende der sechziger Jahre und daneben eine Reihe Bilder, so wie die “Villa” heute ist, nach ihren ersten 50 Jahren.
WIR SIND „ETWAS IN DIE JAHRE GEKOMMEN“ – UND DARAUF SIND WIR STOLZ
Villa Europa wurde 1965 nach einem Entwurf des österreichischen Architekten Raimund von Doblhoff (1914–1993) erbaut.
Nachdem die südwestliche Ausrichtung gewählt worden war, um das Sonnenlicht optimal zu nutzen, kümmerte sich der Architekt auf Wunsch unseres Vaters um alle baulichen Details und die Inneneinrichtung der Villa und entwarf sie persönlich: Fensterläden aus Douglasienholz, farbige Wandfliesen sowie Stühle und kleine Whisky-Tische. Die Möbel wurden nach seinen Entwürfen von einer Kunstschreinerei aus der Provinz Verona gefertigt.
Die Pflege von über 50 Jahre alten Fensterläden oder von dem, was manche oberflächlich als „alte Möbel“ bezeichnen, erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die bewusste Entscheidung, sie nicht durch günstige moderne Möbel aus Spanplatten zu ersetzen, ist Teil unserer Philosophie. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die eigene Geschichte zu bewahren und gleichzeitig an die heutige Zeit anzupassen, ohne sie auszulöschen. Mit diesen Fotos möchten wir sie mit Ihnen teilen.
Wir danken unseren Gästen, die diese Entscheidung verstehen, schätzen und mittragen.
Einige unserer Gäste, Zeichner und Dichter, wollten so Villa Europa und Elba in Erinnerung behalten.
Zu guter Letzt veröffentlichen wir ein Gedicht von Antonio Cecu Ferrari, aus dem Buch "Polenta e luna"- Limina Verlag:
L’aria frésca
la me léca
la fascia südada
e la me ‘ndrissa
i péi di brassi.
La lüna
bèla tüta
la s-ciariss,
sensa ufénd,
el vèrd
de la muntagna
e lingèra cume
un’avia
la palpa
el mar che’l dorm.
L’Elba:
un fassulét
ricamad a man,
per Cècu un paradis.
L’aria fresca
mi accarezza
la faccia sudata
e mi drizza
i peli delle braccia.
La luna
bella tutta
rischiara
senza offendere
il verde
della montagna,
e leggera come
un’ape
palpa
il mare che dorme.
L’Elba:
un fazzoletto
ricamato a mano,
per Cècu un paradiso.